Ausfuhren nach RegionenAus Thüringen wurden im Jahr 2004 Waren im Wert von 7,4 Mrd. € ausgeführt, von denen 78,4 % in europäische Länder gingen. Somit stellt diese Wirtschaftsregion den größten Außenhandelspartner der Thüringer Unternehmen dar (siehe Abb. 1). Abb. 1: Ausfuhren im Jahr 2004 nach Ländergruppen (Quelle: Schneidewind, J. Diplomarbeit: "ANALYSE DER WIRKSAMKEIT VON AUßENWIRTSCHAFTSFÖRDERPROGRAMMEN Vorläufigen Ergebnissen zufolge, sind die Thüringer Ausfuhren im Jahr 2005 auf
Ausfuhren in die Länder der EU und deren EntwicklungBetrachtet man den Außenhandel Thüringer Unternehmen mit den Ländern der Eurozone in den Jahren vor und nach Einführung des Euros, so kann man trotz eines Einbruchs beim Export im Jahr 1998 und eines Anstiegs im Jahr 1999 keine signifikanten Zusammenhänge zwischen einer Veränderung im Außenhandel und einer einheitlichen Währung feststellen, da die Trendlinie konstant bleibt. Dasselbe gilt für die Umstellung auf Euro Münzen und Banknoten im Jahr 2002. Demzufolge hat die einheitliche Währung den Außenhandel nicht beeinflusst. Dies kann unter anderen damit zusammenhängen, dass die Wirtschafts- und Währungsunion Stufenweise seit 1990 erfolgte. Abb. 2: Entwicklung der Ausfuhren in die EU-25 Länder (Quelle: TLS)
Die fünf größten Außenhandelspartner der EU im Jahr 2004 waren: 1. Italien (711,2 Mio. €) 2. Frankreich (676 Mio. €) 3. Niederlande (470,5 Mio. €) 4. Vereinigtes Königreich (455,9 Mio. €) 5. Belgien (399,4 Mio. €) Im Jahr 2005 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamts für Statistik, die Ausfuhren in die Länder der europäischen Union auf 5,2 Mrd. € angestiegen, allerdings musste Italien die Spitzenposition an Frankreich abgeben.
Ausfuhren in die neuen EU-Mitgliedsländer und deren EntwicklungSchaut man zurück auf die Entwicklungen der Vergangenheit, so kann man feststellen, dass die Exporte in die neuen Mitgliedsstaaten im Vorfeld der Erweiterung bereits um 26,7 % (Vergleich 2002 zu 2003) zunahmen. ![]() Abb. 3: Entwicklung der Ausfuhren in die neuen EU-Mitgliedsstaaten (in Mio. Euro) (Quelle: TMWTA (Hrsg.): Jahreswirtschafts- und Mittelstandsbericht 2004 (2005), S. 24)
Aktuellen Berechnungen der IHK Erfurt zufolge, wird für das Jahr 2005 ein Zuwachs der Exporte nach Polen um 20 % erwartet. Somit würde Polen das führende Exportland der neuen EU-Mitgliedsstaaten Tschechien im Jahr 2005 einholen.
Ausfuhren in ausgewählte LänderDieser Abschnitt zeigt die Ausfuhren Thüringer Unternehmen im Jahr 2004 in die Beitrittskandidaten, die Bewerberländer und mögliche Bewerberländer der EU sowie weiterer osteuropäischer Staaten. Die meisten Waren wurden in die Türkei exportiert. Somit stellt dieser EU-Bewerberstaat den größten Außenhandelspartner Thüringens unter den möglichen EU-Neulingen dar. An zweiter Stelle liegt Kroatien, gefolgt von Rumänien, der Ukraine und Bulgarien (siehe Abb. 5). Das Ergebnis zeigt, dass mit sinkender Einwohnerzahl dieser Staaten, die Ausfuhren Thüringer Produkte eher geringer werden und die geographische Entfernung des Landes auf die Höhe der Ausfuhren weniger Einfluss nimmt. Die einzige Ausnahme stellt Kroatien dar, welches trotz der niedrigen Bevölkerungszahl die zweite Position bei den Thüringer Ausfuhren in diese Länder einnimmt. Abb. 5: Ausfuhren in ausgewählte Länder (Quelle: TLS) |
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Quellen: http://www.tls.thueringen.de http://www.ecb.int/ecb/history/emu/html/index.de.html TMWTA (Hrsg.): Jahreswirtschafts- und Mittelstandsbericht 2004 (2005) http://www.regioweb.de/archivitem+M5e6c83fdbf6.html |
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2006 · Daniel Hartling · email senden
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