Corporate Identity - Begriff und Definition

Begriff

Es wurden die unterschiedlichsten Begriffsdefinitionen hervorgebracht. Hieran erkennt man das es sich bei Corporate Identity (CI) um etwas handelt was nicht vom Begriff her entstanden ist, sondern aus partikulären Interessen der Wirtschaftspraxis erwuchs.

Das Wort „Corporate“ stammt aus dem Englischen und bedeutet Kooperation, Verein, Gruppe, Unternehmen, Zusammenschluss, aber auch vereint, gemeinsam und gesamt. Es handelt sich also um eine Organisation oder Gemeinschaft als Ganzes, wie zum Bsp. Unternehmen, Verband, Verein, Partei, Stadt oder Land.

„Identity“, zu deutsch Identität, wird sozialpsychologisch für Individuen, als auch für Gruppen gleichermaßen, in zwei Arten unterteilt:

1.    Zum einen in die individuelle Identität, das „stets-sich-selbst-gleich-sein“, Kontinuität im Denken und Verhalten, Selbstverständnis und Selbstbewusstsein; sie ist das Ergebnis aus Tradition, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

2.    Zum anderen in die soziale Identität, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und Akzeptanz durch diese Gruppe; sie ist das Ergebnis von Kommunikationsprozessen.

Beide Identitätsformen müssen gleich gut ausgeprägt sein, damit die Umwelt die Unternehmung auch wahrnehmen kann.

 Zusammenfassend kann Corporate Identity mit Unternehmensidentität übersetzt werden. Sie entsteht aus einem ganzheitlichen Verständnis des Unternehmens, aus dem sich alles Verhalten, alle Aktivitäten und alle Informationen ableiten. Die Unternehmensidentität ist damit die eigenständige, unverwechselbare Persönlichkeit dieses Unternehmens.

Definition

„Unter CI wird heute mehrheitlich ein integriertes strategisches Kommunikationskonzept verstanden, mit dem Ziel, von innen heraus die Selbstdarstellung einer Organisation nach außen zu steuern.“[1]

"Corporate Identity ist die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen auf Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten (Soll-) Unternehmens in einheitlichen Rahmen nach innen und außen zur Darstellung zu bringen.“[2]  CI ist also kein statischer, sondern ein dynamischer Prozess.
Quellen:

[1] Stammbach (1993) S. 12

[2] Birkigt/Stadler/Funck (2000) S. 18

Birkigt, K./Stadler, M. M./Funck, H. J.: Corporate Identity - Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, Landsberg/Lech 2000

Kiessling, W. F./Spannagl, P.:  Corporate Identity, Alling 1996

Keller, I. G.: Das CI-Dilemma - Abschied von falschen Illusionen, Wiesbaden 1993
Kroehl, H.: Kroehl - Identity Consultants, Mainz 1994

Stammbach, R., Corporate Identity, Bern 1993

Wache, T./Brammer, D.:  Corporate Identity als ganzheitliche Strategie, Wiesbaden 1993

http://www.dieterherbst.de

© 2006 · Daniel Hartling · email senden